Anleitung
So übertragen Sie Ihre Dateien von Dropbox zu OneDrive
Es gibt keine Schaltfläche, die eine private Dropbox mit einem privaten OneDrive verbindet. Die Migrationswerkzeuge von Microsoft sind für Unternehmen gedacht und brauchen ein Administratorkonto. Der Umzug läuft also entweder von Hand über Ihren Computer oder über einen Dienst, der direkt zwischen beiden Clouds kopiert. Beides wird hier erklärt.
Aktualisiert im September 2026 · Gilt für private Dropbox-Konten (Basic, Plus, Family) und privates OneDrive
Zuerst: Welcher Weg passt?
Unter ~20 GBBei Dropbox herunterladen, im Browser zu OneDrive hochladen. Ein Nachmittag, fertig.
20 GB bis einige hundert GBDie Desktop-Apps beider Dienste nutzen, damit die Kopie im Hintergrund läuft. Funktioniert, aber Ihr Rechner bleibt einen Tag oder länger an.
Groß, oder Sie wollen nicht danebensitzenEinen Übertragungsdienst nutzen, der Cloud zu Cloud kopiert und das Ergebnis prüft. Nichts läuft über Ihren Computer.
Weg 1 — Herunterladen und im Browser neu hochladen
Für eine kleine Dropbox völlig ausreichend und einen ersten Versuch wert.
- dropbox.com öffnen, die gewünschten Ordner anhaken, auf Herunterladen klicken. Dropbox packt alles in eine Zip-Datei.
- Auf dem Computer entpacken.
- onedrive.live.com öffnen → Neu hinzufügen → Ordner hochladen, den entpackten Ordner wählen. Lassen Sie den Tab offen, bis es fertig ist.
Was Sie erwartet: Fotos, Videos, PDFs und Office-Dateien kommen genau so an, wie sie waren – Word, Excel und PowerPoint verhalten sich in OneDrive sogar angenehmer als in Dropbox, weil sie direkt in Office im Browser aufgehen. Dateien, die andere mit Ihnen geteilt haben, sind nicht dabei; sie gehören ihren Eigentümern.
Dropbox packt keinen Ordner, der größer als 250 GB ist oder mehr als 10.000 Dateien enthält – darüber schlägt der Download einfach fehl. Fotoordner erreichen die Dateianzahl lange vor der Größengrenze, gehen Sie also Ordner für Ordner vor. Ab etwa 20 GB insgesamt ist Weg 2 ohnehin entspannter.
Weg 2 — Die Desktop-Apps nebeneinander
Beide Dienste bieten eine Desktop-App, die eine Kopie Ihrer Cloud auf dem Rechner hält. Nebeneinander gelegt wird der Umzug zu einem Kopieren und Einfügen.
- Die Dropbox-Desktop-App installieren und sicherstellen, dass die Dateien wirklich auf der Festplatte liegen und nicht nur „online": Rechtsklick auf den Dropbox-Ordner → Offline verfügbar machen. Vorher den freien Speicherplatz prüfen.
- OneDrive für den Desktop installieren und mit dem Microsoft-Konto anmelden, zu dem Sie umziehen.
- Ordner aus dem Dropbox-Ordner in den OneDrive-Ordner kopieren. OneDrive lädt sie im Hintergrund hoch.
Die Stelle, an der es hakt
Prüfen Sie vorher Ihren Speicherplatz bei OneDrive. Ein kostenloses Microsoft-Konto hat 5 GB, der Basic-Tarif 100 GB, ein Microsoft-365-Abo 1 TB. Eine Dropbox, die ihren eigenen Tarif gesprengt hat, passt nicht in 5 GB – und OneDrive hört still auf, wenn der Speicher voll ist. Die Kopie sieht dann aus, als liefe sie noch.
Einzelne Dateien dürfen in OneDrive 250 GB groß sein. Das ist großzügig, doch Videoprojekte und Datenträgerabbilder erreichen es.
Ihr Computer muss während des gesamten Kopiervorgangs an und wach bleiben. Beim Notebook: Netzteil anschließen und den Ruhezustand ausschalten.
Was beim Desktop-Weg zurückbleibt
- Für Sie freigegebene Ordner – was jemand anderem gehört, zählt nicht als Ihres. Bitten Sie den Eigentümer, es in OneDrive neu zu teilen, oder kopieren Sie den Inhalt vorher in Ihre eigene Dropbox.
- Freigabelinks – jeder Link, den Sie aus Dropbox verschickt haben, funktioniert nicht mehr. In OneDrive erstellen Sie neue.
- Versionsverlauf – Dropbox bewahrt ältere Fassungen auf; kopiert wird nur die aktuelle.
- Dropbox Paper – Paper-Dokumente sind keine Dateien, sie leben in Dropbox. Jedes einzeln öffnen → Exportieren → Word oder PDF, bevor Sie umziehen.
- Kommentare und Dateianfragen – Dropbox-Funktionen, nicht Teil der Datei. Nichts davon kommt mit.
Weg 3 — Einen Dienst machen lassen
Ein Übertragungsdienst verbindet sich mit beiden Konten und kopiert direkt zwischen ihnen. Ihr Computer ist nicht beteiligt und darf aus sein. Genau das macht DriveFerry: Sie sagen, wo die Dateien liegen und wohin sie sollen, und bekommen am Ende einen Bericht darüber, was angekommen ist und was Ihre Aufmerksamkeit braucht.
Das lohnt sich, wenn der Umzug groß ist, wenn Sie keinen Rechner zwei Tage laufen lassen wollen oder wenn Sie einen Nachweis möchten, dass jede Datei angekommen ist.
Wie DriveFerry das löst →
Bevor Sie etwas in Dropbox löschen
Warten Sie, bis Sie ein paar Dateien in OneDrive geöffnet und überprüft haben. Vergleichen Sie die Ordnergrößen auf beiden Seiten. Dropbox behält gelöschte Dateien in den meisten Tarifen 30 Tage – verlassen Sie sich aber nicht darauf als Sicherheitsnetz.